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Gesundheit mit System
3. Linzer Internationale Pflege-/Fachtagung Pflege als Arbeitswelt der Zukunft
 
 

REFERENTEN

Dietmar Ausserhofer MNS, Diplomkrankenpfleger Dietmar Ausserhofer MNS, Diplomkrankenpfleger - Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Institut für Pflegewissenschaft, Universität Basel (Schweiz)


“RN4CAST - Erste Ergebnisse der weltweit grössten Outcome-Studie in der Pflege"
(22.3.2012, Mehrzwecksaal 1, 10:30 Uhr)

Dietmar Ausserhofer & the Swiss RN4CAST Team (Maria Schubert, Rene Schwendimann, Mario Desmedt, Sabina De Geest)
Die RN4CAST Studie ist ein durch die EU-Kommission finanziertes 3 Jahres Forschungsprojekt, an dem neben der Schweiz weitere zehn europäische Länder und mehr als 480 Spitäler beteiligt sind. Ziel dieser Studie war es bestehende Prognosemodelle für die Pflegepersonalplanung mit Qualitätsindikatoren, wie Stellenbesetzung, Arbeitsumgebung, Pflegequalität, sowie Ergebnisse von Patienten und Pflegepersonen, zu verfeinern. Erste Schweizer Ergebnisse zeigen, dass die Pflegepersonalbelegschaft in den Spitälern im internationalen Vergleich eher jünger ist, kürzer im Pflegeberuf arbeitet und vorwiegend zufrieden ist mit ihrer Arbeit. Die Arbeitsumgebungsqualität, Pflegequalität und Patientensicherheit wurden mehrheitlich als gut bewertet. Zwischen den Schweizer Spitälern sind zum Teil deutliche Unterschiede in den Ergebnissen erkennbar. Die Situation der Schweizer Pflegefachpersonen im Akutbereich ist im europäischen Vergleich erfreulicherweise positiv und stabil.


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Mag.Dr. Magda Bleckmann Mag.Dr. Magda Bleckmann


Erfolg beginnt im Kopf
(22.3.2012, Mehrzwecksaal 1, 11:30 Uhr)

„Es ist nicht genug zu wissen, man muss es auch anwenden;
es ist nicht genug zu wollen, man muss es auch tun." (Goethe)
Es klingt so leicht, ist aber in der Umsetzung für viele schwierig: Vorsätze wirklich durchzuziehen. Sie bekommen auf motivierende Weise vorgetragen, wie sie ihre Vorhaben umsetzen können und was bzw. wer sie vielleicht noch daran hindern könnte. Auf unterhaltsame Weise werden ihnen Strategien vorgestellt, wie sie mit Hilfe von Erfolgprinzipien ihr Anliegen umsetzen können.

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Erich M. Hofer Erich M. Hofer, Gründer und Schriftleiter der Pflegezeitschrift LAZARUS und Leiter des gleichnamigen Bildungsinstituts und Moderator des LAZARUS PflegeNetzWerk Österreich


Nachhaltig netzWerken - die erfolgreiche Zukunft der Pflege auf dem Weg zur integrierten Versorgung?
(22.3.2012, Mehrzwecksaal 2, 12:10 Uhr)

Systemisches Netzwerken - in einem zusammenwachsenden Gesundheits- und Sozialwesen - umfasst im ganzheitlichen Ansatz alle Interaktionen zwischen den partizipierenden MitgestalterInnen (stakeholders). Anstelle herkömmlicher Hierarchien erfolgen diese Interaktionen auf Augenhöhe, unabhängig von der jeweiligen Expertise und dem sonstigen gesellschaftlichen Status der Beteiligten. Systemisches Netzwerken fördert die autonome, selbstständige und freiwillige Partizipation jedes Einzelnen und macht Betroffene zu Beteiligten. Es bedarf nur eines notwendigen Mindestmaßes an organisatorischer Struktur sowie einer kompetenten Moderation (Personalressource). Wie dies gelingen kann und welch vielfachen Nutzen die professionelle Pflege gemeinsam mit allen weiteren Systempartnern daraus ziehen kann, ist Thema dieses Vortrages.


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Mag. Kathrin Sperker Mag. Kathrin Sperker, Lehrerin für Gesundheits- und Krankenpflege / Barmherzige Brüder Wien


Pflege reloaded – Gesundheitsförderende Schritte in die Zukunft
(23.3.2012, Mehrzwecksaal 2, 14:35 Uhr)

Der Beruf „Gesundheits- und Krankenpflege“ umfasst einen umfangreichen und breiten Tätigkeitsbereich in welchem die Gesundheitsförderung und Primärprävention ebenso Teilgebiete darstellen. Der International Council of Nurses (ICN) schreibt der Pflege in seiner Definition ein ebenso vielfältiges, über die Kuration hinausgehendes, Tätigkeitsfeld zu. Der derzeitige/vorherrschende Fokus in Österreich ist jedoch nach wie vor stärker auf den kurativen Bereich gerichtet, da Kompetenzen zum Erhalt sowie der Förderung der Gesundheit auf bevölkerungsweiter Ebene lediglich ansatzweise erkannt und weiterentwickelt werden. Das präventive und gesundheitsförderliche Potential der Pflege muss stärker genützt werden, um zukünftigen Herausforderungen, hinsichtlich demographischer Entwicklungen, ungleicher Verteilung von Gesundheitschancen und steigenden Gesundheitsausgaben, begegnen zu können. Eine Erweiterung des Tätigkeitsfeldes der Pflege durch Nutzung brachliegender Aufgabenfelder sowie der Wahrnehmung bislang unbeachteter Personengruppen und Settings scheint dringend erforderlich. Hierbei ist beispielsweise an die Settings Gemeinde, Schule, Familie sowie an vulnerable Bevölkerungsgruppen zu denken. Darüber hinaus sind ebenso die Ausbildung sowie die Stärkung der Gesundheitskompetenz, das Pflegepersonal betreffend, zu überdenken.

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Harald Müller MAS MSG Harald Müller MAS MSG, Pflegedirektor am Sanatorium Kirchberg


ANP der psychiatrischen Versorgung - Organisationale Herausforderungen des Change Managements
(22.3.2012, Mehrzwecksaal 1, 14:10 Uhr)

ANP der psychiatrischen Versorgung
Das Gesundheitswesen der Schweiz, wie in anderen Ländern auch, ist einem stetigen Wandel unterworfen. Demografische Entwicklung, Finanzierung von Leistungen, strukturelle Veränderungen der Institutionen und damit verbundene Managementanforderungen und die Sicherstellung des Nachwuchses der verschiedenen Professionen sind nur einige Punkte, welche die komplexe Situation in der Gesundheitsversorgung widerspiegeln.
Die stationäre Behandlung in der Psychiatrie wird sich, im Kontext interprofessioneller Behandlungsstrategien zunehmend standardisieren und gleichzeitig spezialisieren. Die dadurch entstehende Veränderung in der Arbeitsteilung hat bedeutende Auswirkungen auf die Leistungserbringer resp. der beteiligten Professionen in der Behandlung.
Die Überlegungen zu pflegerischen Skill- und Grademix, müssen auf eine interprofessionelle Sicht ausgedehnt werden, um die Versorgungssicherheit in der Zukunft zu gewährleisten. Dabei muss die psychiatrische Pflege ihre spezialisierten Kompetenzen weiter ausbauen sowie erweiterte Kompetenzen im Sinne von ANP (Advanced Nursing Practice) aneignen.
Für diesen Change Prozess in der Patientenversorgung benötigen die Institutionen und Dienste neue Visionen und Modelle welche diesen idealtypisch unterstützen.
Die Pflegedirektion der Privatklinik Sanatorium Kilchberg AG verfolgt seit einigen Jahren diese Entwicklung und versucht ihre interne Aufbau- und Ablauforganisation daraufhin auszurichten.


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Dkfm.Dr. Christoph Zulehner Dkfm.Dr. Christoph Zulehner, SEGES Health Management


Zukunftsmarkt Gesundheits- und Sozialbereich - Was die Pflege erwarten darf!
(22.3.2012, Mehrzwecksaal 2, 14:10 Uhr)

Der Vortrag beschäftigt sich zunächst mit den wichtigsten gesellschaftlichen Veränderungen weil diese den Gesundheits- und Sozialmarkt merklich beeinflussen.
Zu den wichtigsten Treibern gehören die viel zitierte demografische Entwicklung, die medizinisch-technische Entwicklung (der Begriff pflegerisch-technische Entwicklung kommt praktisch nicht vor) und die sich entwickelnde Informationsgesellschaft mit ihren wachsenden Ansprüchen (Shiftig Baselines).
Diese Veränderungen stellen die Systemsteuerer vor große Herausforderungen. Gibt es doch das verbriefte Bekenntnis die Versorgung der Menschen niedrigschwellig und verteilungsgerecht sicher zu stellen. Die jahrelange als laissez-faire zu charakterisierende Systemsteuerung hat eine deutliche Veränderung erfahren. Die Leistungsorientierung hat das Belagstagssystem abgelöst. Die prognostizierte Deregulierung ist ausgeblieben. Die Finanzierungssysteme sind wettbewerbsfördernd und werden von strengen Strukturvorgaben begleitet.
Was heißt das für die Pflege? Worauf müssen sich die Pflegeberufe einstellen? Mit welchen Klienten werden die Pflegenden zukünftig konfrontiert sein? Wie könnten sich Gesundheits- und Sozialunternehmen zukünftig gestalten. Welche berufspolitischen Aussichten sind zu erwarten und welche Befähigungen werden von der Pflege der Zukunft erwartet?


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Yvonne Selinger Yvonne Selinger, Diplom Pflege- und Gesundheitswissenschaftlerin, Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft Halle (Saale)


Fördert die Akademisierung die (weitere) Professionalisierung der Pflege? Fakten und Einschätzungen zu den Entwicklungen in Pflegebildung und -praxis in Europa
(22.3.2012, Mehrzwecksaal 1, 15:15 Uhr)

Außer in Österreich und Deutschland wird in Europa als Zugang zur Grundausbildung für Pflegefachpersonen regulär eine Studierbefähigung verlangt und findet die Ausbildung an Hochschulen statt. Das war jedoch bis vor kurzem nicht überall so und auch derzeit ist der Akademisierungsprozess nicht allerorts abgeschlossen.
Mit der Verlagerung der Pflegeausbildung in den Hochschulbereich und der Etablierung weiterführender Pflegestudiengänge waren und sind vielfältige Erwartungen verbunden. Dazu gehören u. a. der Erwerb erweiterter Handlungskompetenzen sowie die Etablierung neuer Rollenbilder und individueller Entwicklungsmöglichkeiten für Pflegende. Diese sollen zu einer Verstärkung der Attraktivität des Pflegeberufs, zu einer veränderten – „professionellen“ – Haltung sowie damit verbunden v. a. auch zur Sicherstellung und Steigerung der Versorgungsqualität beitragen.
Im Vortrag werden die Entwicklungen des Akademisierungsprozesses in der Pflege und dessen Wechselwirkungen mit der Berufspraxis exemplarisch für Großbritannien und die Niederlande nachgezeichnet. Dabei wird aus der Perspektive von Pflegenden aus Praxis, Bildung, Management und Wissenschaft hinterfragt, was aus den eingangs formulierten Visionen der Akademisierung in diesen Ländern geworden ist.

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Prof.Dr. Ulrich Schrader Prof.Dr. Ulrich Schrader, Fachhochschule Frankfurt am Main


Pflegesprachen: Babylon oder Esperanto?
(22.3.2012, Mehrzwecksaal 1, 15:50 Uhr)

Die Verwendung von Informationstechnologie zur Dokumentation der Phasen des Pflegeprozesses bietet erstmalig der Pflege die Chance ohne großen zusätzlichen Aufwand ihre Gründe zum Handeln, ihre Aufwände aber auch ihre Ergebnisse transparent zu machen. Dieses setzt aber zwingend die Verwendung geeigneter Pflegeterminologien voraus. Damit sind Pflegeterminologien eine wesentliche Voraussetzung für eine Unterstützung des Managements des Pflegeprozesses, zum Aufbau elektronischer Krankenakten, der Versorgungskontinuität, aber auch der quantitativen Pflegeforschung und der evidenzbasierten Pflege. Will man vergleichbare Daten über Einrichtungen, Settings und Regionen hinweg, dann muss man sich über geeignete Pflegeterminologien Gedanken machen. In der Vergangenheit haben sich bereits eine Vielzahl von Pflegeterminologien in den Einrichtungen etabliert. Hier sei beispielhaft auf die POP oder NANDA Pflegediagnosen und deren lokale Abwandlungen in einzelnen Einrichtungen verwiesen. Diese unterschiedlichen Ausprägungen erschweren zunächst eine Vergleichbarkeit der Daten, da diese zunächst in die jeweils anderen Systeme übersetzt werden müssten. Die erforderliche aufwendige Übersetzbarkeit des einen Pflegeterminologiesystems in ein anderes wird dabei durch Entwicklungen wie die International Classification for Nursing Practice (ICNP) und das ISO Referenzterminologie Modell der Pflege wesentlich vereinfacht.

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MScN Tanja Segmüller Tanja Segmüller MScN, Pflegewissenschaftlerin, Krankenschwester, Fakultät für Gesundheit (Department für Pflegewissenschaft) der Universität Witten/Herdecke


Wie hilfreich kann Patientenedukation für Familien sein?
(22.3.2012, Mehrzwecksaal 2, 15:50 Uhr)


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Huber MichaelaMag. Monika Wild Mag. Monika Wild, Österreichisches Rotes Kreuz


Auswirkungen des demografischen Wandels auf Mitarbeiter/innen und Patienten/innen im Gesundheits- und Pflegewesen
(23.3.2012, Mehrzwecksaal 1, 09:30 Uhr)

Die Auswirkungen des demografischen Wandels betreffen alle Lebensbereiche. Der Gesundheits- und Pflegesektor ist davon ganz besonders betroffen. Bei steigender Lebenserwartung verschiebt sich das Krankheitsspektrum und mit steigendem Alter nimmt auch die Intensität der Erkrankungen zu. Chronische KH und Demenzerkrankungen werden häufiger. Diese Veränderungen führen u.a. zu einer Geriatrisierung von Krankenhäusern.
Der Bedarf an Langzeitpflege für ältere hilfe- und pflegebedürfte Menschen wird weiter ansteigen. Um diesen pflegerischen Mehrbedarf aufgrund des demografischen Wandels abdecken zu können, werden bis zum Jahr 2020 rd. 17.000 (VZä) Pflege- und Betreuungspersonen zusätzlich benötigt. Gleichzeitig wird es zur Pensionierungswelle von starken Geburtsjahrgängen (Generation der Baby-Boomer) kommen.
Die Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen sehen sich mit folgenden Herausforderungen konfrontiert:

  • Höhere Anzahl von Pflegebedürftigen
  • Steigender Bedarf von Pflegefachkräften
  • Alterung und Gesundheitszustand der Pflegekräfte
  • Fluktuationsneigung, vorzeitiger Berufsausstieg, Image
Darüber hinaus werden Gesunderhaltung und Gesundheitsförderung zukünftig wichtigere Themen in der Medizin und Pflege einnehmen. Um diesen Herausforderungen begegnen zu können braucht es neue Kompetenzen und Konzepte. Im Rahmen des Vortrages werden die Herausforderungen als auch damit verbundene Konsequenzen für Aus-, Fort- u. Weiterbildung, Personaleinsatz u. Arbeitsbedingungen skizziert.

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Prof. Iris Meyenburg-Altwarg Prof. Iris Meyenburg-Altwarg, Präsidentin der European Nurse Directors Association


Fort- und Weiterbildung in der Pflege als Teil des beruflichen Selbstverständnisses und aus dem Blickwinkel der Berufspolitik
(23.3.2012, Mehrzwecksaal 2, 09:30 Uhr)

Bildungsprozesse zielen auf Veränderungen im Sinne von Entwicklungen berufsspezifischer sowie grundlegender allgemeiner Fähigkeiten und Fertigkeiten ab. Aufgrund alters- und bildungsmäßig sehr breit gestreuter Zielgruppen besteht eine hohe Inhomogenität.
Die Vielfalt der derzeit bestehenden Fort- und Weiterbildungen ist hinsichtlich Quantität, Qualität und Zeitdimensionen fast nicht mehr zu überbieten. Vergleiche sind allerdings nur sehr bedingt möglich. Häufig herrschen noch tradierte Fortbildungsmuster und Weiterbildungen nach gesetzlichen Vorgaben vor. Diese Vorgaben haben mit den aktuellen Berufsanforderungen aber nur noch wenig gemeinsam.
Wie können also Fort- und Weiterbildungen so konzipiert und zugeordnet werden, dass es gelingt den tatsächlichen Bedarf und die Anforderungen des Unternehmens kompetenzorientiert zu erfüllen und gleichzeitig individuelle Berufsanforderungen ressourcen- und adressatengerecht zu erfüllen.
Welche Lehr- Lernmethoden sind dabei hilfreich und wie kann der Transfer in die Praxis und hin zum lebenslangen lernen gelingen?
Theoretisch können wir praktisch fast alles.
Was bedeutet das aber für den klinischen Alltag des Pflegemanagements und auch für den einzelnen professionell Pflegenden?
Anhand eines pragmatischen Beispiels werden sowohl Grenzen als auch Chancen der positiven Veränderung aufgezeigt.


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Christa Tax MSc Christa Tax MSc, Pflegedirektorin am Universitäts-Klinikum Graz


Starke Führung - sichere Zukunft
(23.3.2012, Mehrzwecksaal 1, 10:10 Uhr)

Um die Herausforderungen im Pflegebereich erfolgreich zu bewältigen, braucht es Führungskräfte, die lebbare Visionen erzeugen und diese mit ihren Mitarbeitern wegweisend umsetzen. Die Zukunft der Pflege zu sichern, bedeutet somit rechtzeitig „vorzusorgen“ und potentielle Führungskräfte in ihrer Entwicklung zu fördern. Seit 2009 werden am LKH-Univ.Klinikum Graz zukünftige Führungskräfte der Pflege anhand einer standardisierten Vorgehensweise auf ihre Führungsfunktion vorbereitet. Das Förderprogramm erstreckt sich in einem Zeitraum von ca. 2 Jahren über mehrere Phasen und orientiert sich trotz der vorgegebenen Struktur an den individuellen Ressourcen der Förderkandidaten. Diese erhalten dabei die Möglichkeit sich intensiv mit den Aufgaben einer Führungskraft auseinander zu setzen. Das Förderprogramm beinhaltet ein Entwicklungs- und Fördermodell, in welchem die Kompetenzen einer Führungskraft festgehalten sind. Diese setzen sich aus der fachlichen und fachübergreifenden Kompetenz, aus der Methoden- und Managementkompetenz, der sozialen und persönlichen Kompetenz zusammen. Diese Kompetenzen werden durch diverse Fördermaßnahmen und die laufende Begleitung erfahrener Führungskräfte gestärkt. Zusammenfassend erweist sich die Förderung zukünftiger Führungskräfte als zielführend und wirksam. Neben einem transparenten Verfahren zur Auswahl und Förderung des Führungskräftenachwuchses wird ein gemeinsames Führungsverständnis geschaffen und positives Führungsverhalten gefördert.

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Mag. Charlotte Strümpel Mag. Charlotte Strümpel, Österreichisches Rotes Kreuz


Lebenslanges Lernen und Gesundheitsförderung älterer Menschen. Beispiele aus Europäischen Projekten.
(23.3.2012, Mehrzwecksaal 2, 10:10 Uhr)

In den letzten Jahren ist vielfach auf Bedeutung des Lebenslangen Lernens und freiwilligen Engagements älterer Menschen für die Förderung der Gesundheit hingewiesen worden. Bei der Gesundheitsförderung älterer Menschen spielt neben einer gesunden Ernährung und ausreichenden Bewegung auch das Lernen, das soziale Engagement und die sozialen Kontakte eine große Rolle.
Es gibt zahlreiche Beispiele für Gesundheitsförderungsprojekte für ältere Menschen, wie „LIMA“, „Aktiv im Alter“, „Plan 60“ oder „Silver Songs Clubs“. Hier werden Bewegung und soziale Kontakte gefördert aber auch Möglichkeiten für Engagement und den Aufbau eigener Projekte bereitgestellt. Eine tragende Säule dieser Projekte ist das freiwillige Engagement von Menschen aller Altersgruppen.
Auf Basis der EU-Projekte des Österreichischen Roten Kreuzes „healthPROelderly“ und „SLIC-Nachhaltiges Lernen im Gemeinwesen“ werden Beispiele für die Förderung des Lernens und Engagements älterer Menschen aufgezeigt und erörtert welche Rolle die Pflege in der Zukunft dabei spielen könnte.


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Prof.Dr. Margitta Beil-Hildebrand, Paracelsus Medizinische Privatuniversität in Salzburg Prof.Dr. Margitta Beil-Hildebrand, Paracelsus Medizinische Privatuniversität in Salzburg


Mehr Unternehmenskultur, bitte!?
(23.3.2012, Mehrzwecksaal 1, 11:00 Uhr)

Eine exzellente Gestaltung von Gesundheitsorganisationen wird häufig mit der Vermittlung von gemeinsam vertretenen Werten und spezifischen normativen sowie das Verhalten beein-flussenden Management-Konzepten in Verbindung gebracht. Dadurch werden die impliziten und informellen Steuerungsgrößen des Managements in den Mittelpunkt der Analyse gerückt, so dass sich die Schaffung und Steuerung von Unternehmenskulturen weiterhin in vielen Management-Fachzeitschriften und -Lehrbüchern findet. Ziel dieses Vortrages ist es, einen Überblick über die unterschiedlichen Ansätze der Unternehmenskulturforschung zu geben und ihre Bedeutung für das Management von Gesundheitsorganisationen aufzuzeigen.

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Dr. Eva-Maria Krampe Dr. Eva-Maria Krampe, Fachhochschule Frankfurt/Main


Ökonomisierung des Gesundheitswesens als Chance für die Professionalisierung der Pflege?
(23.3.2012, Mehrzwecksaal 2, 11:00 Uhr)

In der Bundesrepublik Deutschland entstand Ende der 1980er und während der 1990er Jahre eine besondere historische Konstellation: die post-fordistische Gesellschaftsformation bildete sich deutlich heraus, und zwar mit Betonung des Ökonomischen im politischen Raum, einer fortschreitenden Liberalisierung der Märkte, der zunehmenden Individualisierung und Privatisierung, der wachsenden Ökonomisierung im Bereich öffentlicher sozialer Absicherung, insbesondere im Gesundheitswesen.
In dieser Phase, als Globalisierung oder Neoliberalismus bezeichnet, begann in der Pflege ein dezidierter Diskurs zur Begründung einer eigenen Disziplin. Verstreute und wenig zusammenhängende Diskussionen über den Status der Pflege im Gesundheitswesen gab es durchaus schon vorher. Aber erst jetzt verdichteten sich diese Ansätze zu einem Diskurs. Die Pflegeberufe setzten sich in größerer Einheitlichkeit als zuvor für die Eigenständigkeit des Berufs ein. Mit der dann einsetzenden Akademisierung von Teilen der Pflege gewann die Auseinandersetzung um unterschiedliche Professionalisierungskonzepte an Vehemenz.
Angesichts der Tatsache, dass sich der Diskurs im Kontext weitreichender Veränderungen des Gesundheitswesens vollzog, die seit Ende der 1980er Jahre ein bis dahin unbekanntes Gewicht auf die pflegerische Versorgung der Bevölkerung legten, wäre die Umsetzung eines Professionalisierungsprojektes Pflege durchaus denkbar gewesen. Dieses Projekt hätte vor allen Dingen da Unterstützung gefunden, wo politische Intentionen auf eine Veränderung der Machtblöcke im Gesundheitswesen abzielten und Koalitionspartner für ein solches Vorhaben gewünscht waren. Diese Chance nahm der Diskurs nicht wahr, indem er einseitig auf die wirtschaftliche Umgestaltung des Gesundheitswesens setzte, statt politische oder gesellschaftliche Ansprüche aufzunehmen. In der affirmativen Haltung gegenüber dem ökonomisch dominierten, seit den 1980er Jahren sich herausbildenden Dispositiv Gesundheitsreform vergab er die Chance zu einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Medizin und damit einer wirklichen Eigenständigkeit des Berufs.


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Mag. Karl Schwaiger Mag. Karl Schwaiger, Pflegedirektor am a. ö. Krankenhaus Hallein
2. Vizepräsident des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes Vorsitzender der Vereinigung der PflegedirektorInnen der Krankenanstalten Österreichs (ANDA)

Gesundheits- und Krankenpflege - eine Marke mit Zukunft!
(23.3.2012, Mehrzwecksaal 2, 12:10 Uhr)

Ist die Gesundheits- und Krankenpflege eine Marke mit Zukunft? Die Gesundheitswirtschaft wird von den Einen als ein boomender Wirtschaftsfaktor mit hohem Zukunftspotential und als wichtiger Zukunftsmarkt gesehen. Von den Anderen, den Zahlern der beträchtlichen Kosten für das öffentliche Gesundheits- und Pflegesystem wird vor allem die Gesundheits- und Krankenpflege als hauptsächlicher Kostenfaktor betrachtet, dessen Steigerungsraten eingedämmt werden müssen um die Finanzierbarkeit zu gewährleisten! Der erhöhte Bedarf an Leistungen der Gesundheits- und Krankenpflege in der Zukunft ist jedoch bei beiden Sichtweisen unbestritten und durch zahlreiche nationale und internationale Studien untermauert! Um den Bedarf an Pflegeleistungen in allen Einsatzbereichen befriedigen zu können werden künftig mehr Pflegekräfte als bisher benötigt! Dies im Lichte des aktuell bereits spürbaren Mangels an Pflegekräften. Dies aber auch vor dem Hintergrund des aktuellen Fachkräftemangels in Industrie und Gewerbe, sowie bei stagnierender Bevölkerungsentwicklung bei den jungen Menschen und bedeutend steigenden Bevölkerungsanteilen der über 60 und über 80Jährigen. Welche Änderungen bei den Arbeitsbedingungen und Strukturen - Stichwort alternsgerechtes Arbeiten, psychische Gesundheit, Lohnentwicklungen, Reformbedarf in der Ausbildung - braucht es, damit die Gesundheits- und Krankenpflege tatsächlich eine MARKE mit ZUKUNFT wird? Der Vortrag bietet Lösungsansätze aus der Sicht des Pflegemanagements!

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Prof.Dr. Birgit Vosseler Prof.Dr. Birgit Vosseler, Hochschule Ravensburg-Weingarten
Prof. Dr. Axel Olaf Kern Prof. Dr. Axel Olaf Kern, Hochschule Ravensburg-Weingarten


Pflege ein zentraler Player in der integrierten Versorgung?
(23.3.2012, Mehrzwecksaal 1, 13:45 Uhr)

Stärkung sektorenübergreifender Versorgung unter Einbeziehung der Pflegeberufe: Pflege als Partner in integrierten Versorgungsverträgen baut Schnittstellen in der Leistungserbringung ab und stärkt die Vernetzung.Im Gesundheitswesen ist ein Trend hin zur integrierten Versorgung zu erkennen. Integrierte Versorgung bedeutet die organisierte Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure auf struktureller und prozessualer Ebene. Auch in der Pflege und Betreuung im Altersbereich lässt sich dieser Trend ausmachen. Damit wirklich eine neue Ära in der Sozialgesetzgebung beginnen kann und Versicherte welche hilfe- und pflegebedürftig sind die Vorteile - Solidarität, Qualität und Bezahlbarkeit – auch erfahren, müssen mit der "Integrierten Versorgung" sektorale Grenzen überwunden werden. Pflege stellt einen der zukunftsweisenden Leistungsbereiche im Gesundheitswesen dar. Die Pflege erbringt im Gesundheitswesen als Querschnittsdisziplin mit nachgewiesenen evidenzbasierten Qualitätsstandards professionelle Leistungsanteile. Der Einbezug der Leistungen der Pflegeversicherung in die Verträge der integrierten Versorgung ist ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung zu umfassenden Versorgungsnetzwerken. Die Durchsetzung des Grundsatzes Prävention und Rehabilitation vor und bei Pflegebedürftigkeit, kann nur mit einer Verzahnung im Rahmen der Leistungserbringung zwischen den Leistungen der Pflegeversicherung und der Krankenversicherung und einer angemessenen Regelung der Verantwortung klappen.

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Prof. Sabine Hahn Prof. Sabine Hahn, Berner Fachhochschule, Fachbereich Gesundheit


Pflege weiterdenken – die Zukunft mit gestalten
(23.3.2012, Mehrzwecksaal 2, 13:45 Uhr)

Der Vortrag beschäftigt sich mit den zukünftigen Anforderungen an die Gesundheitsversorgung sowie die Aus- und Weiterbildung der psychiatrischen Pflegefachpersonen. Die sorgfältige Analyse von Zukunftsszenarien ermöglicht kompetentes Mitgestalten um den zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Die demographische Entwicklung und der drohende Mangel an Fachpersonen im Gesundheitswesen sind im Moment die am meist diskutierten Problemstellungen der Zukunft. Bis ins Jahr 2050 ist mit einer Verdoppelung des Altersquotienten zu rechnen. Dies führt neben einem prognostizierten erhöhten Pflegebedarf der Bevölkerung (Multimorbidität, kognitive Einschränkungen, psychische Erkrankungen) auch dazu, dass mehr Pflegekräfte in Pension gehen. Die Zunahme von chronischen Erkrankungen, sozialer Ungleichheit und Migration werden die Ansprüche an die Gesundheitsversorgung verändern. Durch die veränderten Anforderungen werden neue Rollen für die Pflege entstehen, wie wir dies heute im Bereich Advanced Practice Nursing erfahren. Durch die vermehrte Technologisierung können neue Berufe im Bereich Technologie und Gesundheit entstehen. Der zunehmende Trend hin zur klinikexternen und spezialisierten Gesundheitsversorgung wird sich fortsetzen. Interdisziplinäre Angebote, Case Management, Behandlungsmöglichkeiten in den verschiedenen Krankheitsphasen, Prävention und Gesundheitsförderung sind weitere wichtige Themen welche im Vortrag aufgenommen und in ihre Bedeutung für die Zukunft diskutiert werden.

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Urike Lindwedel-Reime Urike Lindwedel-Reime, Hamburg


Pflegerisches Case-Management mit psychiatrischen Patienten: ein systematischer Review
(23.3.2012, Mehrzwecksaal 1, 14:35 Uhr)

Wir führten eine systematische Übersichtarbeit über die Outcomes in Studien zum pflegerisch-psychiatrischen Case Management durch. Dafür wurden Studien der letzten fünfzehn Jahre systematisch ausgewertet. Nach Festlegung der Ein- und Ausschlusskriterien konnten mit Hilfe einer Literaturrecherche in elektronischen Datenbanken 18 randomisierte kontrollierte Studien mit psychiatrischen Klienten identifiziert werden. Die Mehrzahl der Studien untersuchte Assertive Community Treatment und Intensive Case Management. Nur drei Studien erhoben andere Case Management Arten. Zahlreiche Outcomes konnten identifiziert werden, wobei die Lebensqualität, die Einweisungsrate und Verweildauer, erfüllte und unerfüllte Bedürfnisse der Klienten, die Klientenzufriedenheit und soziale Netzwerke am häufigsten untersucht wurden. Die Effekte von Case Management auf die verschiedenen Outcomes wurden uneinheitlich bewertet. Keines der Outcomes konnte durchgängig in allen Studien durch Case Management positiv oder negativ beeinflusst werden. Vielmehr liegen zu allen Outcomes kontroverse Ergebnisse vor. Wegen der fehlenden Vergleichbarkeit der einzelnen Studien bezogen auf die Operationalisierung der Outcomes, die Stichprobe, den Beobachtungszeitraums und die Auswertungsverfahren sind weitergehende Studien dringend angeraten.

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DI(FH) Ingmar Goetzloff DI(FH) Ingmar Goetzloff, BEKO Engineering & Informatik AG


Ein Jahr AAL (Ambient Assisted Living) in Linz Pichling - Konzepte für das Heute und Morgen
(22.3.2012, Mehrzwecksaal 1, 13:30 Uhr)

Im September 2010 startete das erste österr. Großprojekt für Ambient Assisted Living (AAL) im Betreubaren Wohnen in Linz Pichling. Die federführenden Projektpaten waren das Magistrat der Stadt Linz, das Land Oberösterreich, die Gespag - Gesundheitsinformatik, die GWG Linz, die Energie AG, der Arbeiter Samariterbund und die Miteinander GmbH. Für die wissenschaftliche Begleitforschung zeichneten die WU Wien - Institut für Altersökonomie und das Institut für Marketing und Strategieberatung (Innsbruck) verantwortlich.

Unter AAL wird ein Konzept verstanden, das unterstützende Technologien für das Alter mit Dienstleistung kombiniert. Ein mehr an Sicherheit als auch an Kommunikation soll die selbständige Lebensführung deutlich verlängern und somit ein frühes Einziehen in Altersheime verhindern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ausnahmslos alle Investitionen in die Sicherheit Ihre Erwartungen erfüllt haben. Die Bemühungen die BewohnerInnen in die moderne Welt der Informationsgesellschaft einzuführen wurde nicht im gewünschten Maße belohnt.

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Prof.Dr. Günter Neubauer Prof.Dr. Günter Neubauer, Institut für Gesundheitsökonomik München


Optimierung der Pflege durch eine neue Arbeitsteilung
(23.3.2012, Mehrzwecksaal 1, 15:30 Uhr)

Die Arbeitsteilung zwischen den behandelnden bzw. betreuenden Fachkräften am Patienten geschieht noch weitgehend nach herkömmlichem Muster. Der Arzt ist für die Diagnose und Therapie zuständig und die Pflegekräfte für die pflegerische Versorgung. Nun haben sich aber sowohl die Ausbildungsprofile wie auch die unterstützenden technischen Hilfsmittel verändert, so dass die Abgrenzung der Tätigkeitsbereiche neu zu definieren ist. Hinzu kommt, dass vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sowohl Ärzte wie auch Pflegekräfte knapper werden. Beides verlangt eine neue Aufteilung der Patientenversorgung. Hoch spezialisierte Ärzte geben einfachere diagnostische und therapeutische Tätigkeiten an spezialisierte Pflegekräfte ab, und diese wiederum geben einfachere Tätigkeiten an Hilfskräfte ab. Insgesamt kann damit sowohl die Arbeitszufriedenheit wie die Versorgungsqualität und die Wirtschaftlichkeit verbessert werden. Dass dies möglich ist, wird an einem konkreten Beispiel demonstriert.

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Christa Tischer Christa Tischer, Geschäftsführerin Tischer Health Care Management Consulting GmbH


Sparmaßnahmen in der Pflege - welche Gefahren sind damit verbunden?
(22.3.2012, Mehrzwecksaal 1, 10:00 Uhr)

Die Entwicklung der Ökonomisierung des Gesundheitssystems in Deutschland setzt sich zwangsläufig fort. Bedingt durch die demographischen Umwälzungen und den medizintechnischen Fortschritt steigen die Kosten für die Gesundheitsversorgung kontinuierlich, während die zur Verfügung stehenden Mittel für Gesundheitsversorgung nicht in gleichem Maße wachsen. Zwangsläufig führt diese Situation zu einem steigenden Kostendruck, durch den die Gesundheitseinrichtungen gezwungen sind, ihre Effizienz zu steigern. Die Auswirkungen auf die Pflege können an verschiedenen Entwicklungen abgelesen werden. Neben den Risiken, die insbesondere durch einen Personalabbau ausgelöst sind, bestehen allerdings auch Chancen für die Pflege. Hier gibt es verschiedene Szenarien, die auch eine Stärkung der Position der Pflege im Gesundheitswesen zur Folge haben können. Dies setzt aber auch voraus, dass die Pflege sich in Ihrer Struktur verändert. So bedarf es einer Bildungsoffensive aber auch einer berufspolitischen Neupositionierung.

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